Insektenhotel

Mit einfachen Mitteln lassen sich wirkungsvolle Nisthilfen selbst basteln. Paul beim Arbeiten am Insektenhotel für den Rotmilangarten. Ein Projekt in den Osterferien 2016. Schon das Sammeln der Materialien macht allen riesen Spaß.

Das Holz für das Grundgerüst des Insektenhotels und das Plexiglasdach sind vom Sperrmüll. Hartholzstücke haben wir im Wald gesammelt, Schilfhalme Weihnachten beim Familientreffen an der Altmühl geschnitten. Gefüllt wird unser Insektenhotel nach und nach. Die meisten Hartholzstücke sind frisch geschlagen und noch so feucht, dass wir sie selbst mit großem Bohrgerät nicht bearbeiten können. Da müssen wir die Holzscheite erst noch ein Jahr im Atelier lagern. Lehmziegel sind in Arbeit und trocknen im Garten in der Sonne, Stroh holen wir im August vom Feld, Tannen- und Fichtenzapfen im Herbst im Wald. So hat man immer einen Grund, durch unsere schöne Natur zu streifen und etwas zu Suchen. Das Totholz haben die Kinder nach dem letzten Unwetter aus dem Emsbach gefischt.

Bereits eine Woche nach dem Aufstellen sind die ersten Wildbienen da und beziehen die Schilfhalme. Unser Garten ist schließlich ein Bienenparadies. Hier haben wir verschieden Blühmischungen bereits im Vorjahr eingesät, ein Kräuterbeet angelegt und jedes Kind pflanzt auf seinem Beet an, wozu es gerade Lust hat. Seitdem wimmelt es auf den 300 qm nur so von Insekten. Ein unübersehbarer Kontrapunkt zur ideenlosen Rasenbrache des Nachbargartens. Unser Rotmilangarten in Würges, der Garten der Kinder und Bienen.