Hohle Stängel

Will man den Wildbienen hohle Stängel anbieten, z. B. Schilf oder Bambus, so sollte man dies in horizontaler Lage tun. Mehrere 10 bis 15 cm lange Stängel können gebündelt in geöffnete Blechdosen gefüllt oder in Nischen abgelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Stängel nur vorne offen sind und in einer größeren Zahl waagerecht angeordnet werden. Die solitär lebenden Wildbienen, die diese Nisthilfen besiedeln, bevorzugen die Nachbarschaft anderer, auch artfremder, Wildbienen.

Wichtig ist eine Ausrichtung nach Süd-Südwest und direkte Sonneneintrahlung für einige Stunden des Tages. Schnell finden sich verschiedene Mauerbienenarten ein, die die unterschiedlich dicken Stängel beziehen. Sind die Brutkammern mit Futter und Eiern gefüllt, verschließt die Biene den Eingang mit einem Mörtelbrei, deshalb auch der Name Mauerbiene. Im folgenden Jahr schlüpfen die Jungbienen, begeben sich zum Hochzeitsflug und beginnen mit dem Nestbau.

Manche Arten säubern alte Wohnungen, andere benötigen jährlich neue, frische Stängel.

In hohlen Stängeln nisten neben einigen Falten- und Goldwespen
die folgende heimischen Wildbienenarten:
Rostrote Mauerbienen, Stahlblaue Mauerbienen, Natternkopf-Mauerbiene, Schröterich-Mauerbiene, verschiedene Scherenbienenarten, Löcherbienen und Blattschneiderbienen.