honigbiene

Honigbienen

Neben Rind und Schwein ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier und zugleich unser kleinstes Haustier.

Die Bestäubung unserer Blütenpflanzen vom Obstbaum bis zum Rapsfeld durch die Honigbiene kann nicht hoch genug bewertet werden. Im Gegensatz zu Wildbienen und Hummeln sind die Honigbienen trachttreu, d. h. sie sammeln nicht wahllos durcheinander, sondern fliegen pro Sammelflug nur die Blüten einer Pflanzenart an. So gelangt der Blütenstaub immer auf die richtige Pflanze und die Anzahl der Früchte und deren Qualität steigt erheblich. Honigbienen sind die wichtigsten Bestäuber, ohne sie wären die Ernteausfälle in der Landwirtschaft und bei den Obstbauern katastrophal.

Das Bienenvolk

Wenn wir die Bienchen bei ihren Flügen beobachten und uns an ihrem Treiben erfreuen, dann haben sie den Großteil ihres kurzen Lebens schon hinter sich, drei Wochen Entwicklungszeit als Ei, Larve und Puppe danach drei  Wochen „Innendienst“ als Stockbienen. Nur die Altbienen fliegen in ihren letzten ein bis drei Lebenswochen als Sammelbienen umher. In dieser kurzen Zeit können wir sie beobachten und diese kurze Lebensspanne prägt unser Bild von der fleißigen, Nektar und Pollen sammelnden Honigbiene. Gerade einmal ein Drittel ihrer Lebenszeit. Die meiste Zeit ihres gesamten Lebens verbringen Bienen in der Dunkelheit des Stocks.

Die Königin

Die Königin oder Weisel ist das größte Tier im Volk. Sie ist 50 % größer als eine normale Arbeiterin und das einzig voll ausgeprägte Weibchen, das Eier legt. Sie wird 5 bis 6 Jahre alt und ist keine Regentin, lediglich durch Pheromone, ihren Königinnenduftstoff, hält sie das Volk zusammen. Sie sammelt keinen Nektar oder Pollen und sie betreibt auch keine Brutpflege, ihre einzige Aufgabe ist die Eiablage. Sie ist in der Lage pro Tag 1.000 bis 2.000 Eier zu legen.

Die Arbeiterin

Aus befruchteten Eiern schlüpfen nach drei Tagen die Larven, die als Rundmaden bezeichnet werden, da sie gekrümmt am Wabenzellenboden liegen. Sie werden drei Tage mit Gelee Royal gefüttert, um das Immunsystem zu stärken. Danach erhalten Arbeiterinnenlarven ausschließlich Eiweiß in Form von Pollen und Kohlenhydrate in Form von Nektar. Wenn sich die Made nach sechs Tagen in der waagrechten Arbeiterwabenzellen streckt, wird sie verdeckelt.

Drohnen

Die Drohnen sind die männlichen Tiere einer Bienenkolonie, sie haben mit 24 Tagen die längste Entwicklungszeit aller Bienenwesen. Ihre Brutzellen sind mit einem Durchmesser von 6,3 mm deutlich größer als die der Arbeiterinnen, die exakt einen Durchmesser von 5,3 mm haben. Nur in der Zeit von April bis Juli legt die Königin in die von den Arbeiterinnen in den Baurähmchen (Rahmen in der Magazinimkerei ohne Mittelwände) angelegten großen Drohnenwaben unbefruchtete Eier, aus denen sich die Drohnen entwickeln.